Wunderschöne Katzenbücher

Geschrieben von siteadmin am in Neuigkeiten

Unsere Katzenbücher

Hundebücher machen zwar den größten Teil unserer Veröffentlichungen aus. Das liegt daran, dass ein Hund maßgeblich an der Gründung des Mariposa Verlags beteiligt war. Mehr noch: Ohne den schwarzen Mischlings-Vierbeiner würde es den Verlag gar nicht geben.

Und natürlich sorgt ein Hund dann in erster Linie für seine Artgenossen, wusste er doch schon damals, wie schlecht es manch einem davon ergeht. Oder warum sollte er seinerzeit die lange Reise nach Griechenland und in die Türkei angetreten haben, die auch einiges an Strapazen für ihn beinhaltete! Frauchen und Herrchen hatten nämlich durchaus zunächst vor, ihn zu Hause zu lassen. Eine gute Betreuung war schon organisiert, aber nein: Garçon wollte mit und hat alle gegenteiligen Pläne platzen lassen.
Seine Erfahrungen hat der kluge und sensible Hund in einem Buch festgehalten mit dem Titel „Garçon oder Die Freude des Hundes über den Menschen“. Das Buch ist längst vergriffen, aber es gibt viele Bücher über seine Artgenossen, die die Nachfolge angetreten haben. Allen voran die Reihe HUNDE JA-HR-BUCH.

Auch Katzen sind ihm zuhauf begegnet auf seiner Reise, jedoch hat er sie eher aufgescheucht und verfolgt, während er seinen Hundekumpels sehr viel mehr zugeneigt schien. Er hätte wahrscheinlich einfach mehr Zeit gebraucht und vor allem mehr Reife, war er damals doch noch sehr jung; später, in fortgeschrittenerem Alter, gab es nämlich manch ein Kuschelstündchen auch mit Katzen.

Unsere Katzenbücher hätte er sicher ebenso gemocht. Und ganz bestimmt wäre er gestern gern im Berliner Katzencafé dabei gewesen, welches es seit nunmehr ca. zwei Jahren im Bezirk Neukölln gibt. Dort hat eine Autorin von uns, Cornelia Bera, aus ihrem Buch „Postfach: Katzenhimmel“ gelesen. Zahlreiche Katzenfreunde hatte den Weg durch die Katerschleuse gefunden, die man passieren muss, will man ins Innere gelangen; einzeln natürlich, um den beiden kätzischen Mitinhaberinnen nicht Tor und Tür für einen Gang ins Freie zu öffnen. Sie würden eine solche Möglichkeit vielleicht nicht wahrnehmen, aber sicher und sicher; schließlich ist Neukölln einer der am dichtesten besiedelten Bezirke in Berlin und damit nicht gerade ungefährlich für Tiere.

Ich bin mir sicher, dass die Katzen die Atmosphäre in dieser Örtlichkeit bestimmen. Sie lieben es ja ruhig und behaglich, und genauso ist es auch dort. Die Menschen an den Tischen unterhalten sich zwar angeregt, aber dezent, besonnen. Kein lautes, unbedachtes Wort fällt, kein hektisches Stühlerücken entsteht beim Aufstehen.
Und zumindest hier könnte man meinen, dem Menschen würde es eines Tages doch noch gelingen, was bislang nur den Katzen vorbehalten ist und was schon Ernest Hemingway wunderbar beschrieben hat. Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
Das Thema des Buches passte haargenau in diese Stimmung. Es ging um Elfi, die als Streunerin zu ihrer Dosenöffnerin gelangte und schließlich über 16 Jahre bei ihr blieb. Immer zurückhaltend war sie, wusste aber nur zu gut, was sie wollte und wie sie es anstellen musste, ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Für ihre letzten Atemzüge hatte sie sich den schönsten Platz im Garten ausgesucht, an der Hauswand mit den Kletterrosen und Lavendelsträuchern.
Es gibt wohl wenige Bücher über den Tod von Katzen und erst recht keines, welches einen solch heiklen Sachverhalt so versöhnlich und friedlich darstellt, dass Tränen oder negative Gedanken – sofern sie überhaupt aufkommen – schnell wieder verschwinden.

Bilder der Veranstaltung

Weitere Katzenbücher in unserem Verlagsprogramm:

Torsten Weigand: Katzenwesen

Viktoria Sommer: 5 – 2 = 7

Karin Tamcke: Der katzegorische Imperativ