Wie alles begann

 

Der Mariposa Verlag wurde am 9. Mai 1989 gegründet und ist bis heute als unabhängiger Verlag in Berlin-Lichterfelde tätig. Die Gründungsidee war die Folge einer Reise, die wir Ende der Achtzigerjahre mit unserem Hund Garçon unternahmen. Aus heutiger Sicht ein Schwachsinn angesichts der meist katastrophalen Lebensbedingungen von Hunden in vielen Ländern dieser Erde. Doch darüber sprach damals noch niemand.

Der Aufenthalt in der Mittelmeerregion hielt manch eine Überraschung bereit, die wir ohne unseren Weggefährten sicher nicht so erlebt hätten. Schnell reifte bei uns die Idee, ein Tagebuch für ihn zu schreiben. Bücher aus der Sicht eines Hundes gab es damals auch noch nicht, wir wollten den Anfang machen.


Hundebücher und mehr

 

Garçons Hundegeschichte war unsere erste Veröffentlichung: 36 abenteuerliche Urlaubserlebnisse des Mischlingshundes, der in der Ägäis über die Dinge des Lebens und das Verhältnis zu seinen Menschen philosophiert.

Mit seiner Startpublikation hat Garçon den Anstoß für viele weitere Buchprojekte gegeben. Man wird es ihm verzeihen, dass Hundebücher auch heute noch im Vordergrund der Tierbücher stehen.



Tierbücher und Tierschutz

 

Es ist jedoch nicht nur das Verlagsprogramm, das Garçon maßgeblich beeinflusst hat. Auf seiner Reise öffnete er uns die Augen für die Schicksale, denen viele seiner Kumpel in anderen Ländern ausgesetzt sind. Damit stand für uns fest, dass wir mit unseren Büchern unbedingt Tieren in Not helfen wollten. Wann immer der Erlös aus den Büchern es zulässt, fließt ein Teil davon in ausgewählte Tierschutzprojekte.



Verlagsleitung

 

Ursula Strüwer, geboren und aufgewachsen in Niedersachsen. Seit über 30 Jahren in Berlin. Abgeschlossenes Hochschulstudium in den Fächern Deutsch, Englisch und Sport. Lehrerin an Grund- und Gesamtschulen in NRW und Berlin. Grundstudium im Fachbereich Kommunikationswissenschaften der FU Berlin, Studiengang Publizistik. Fortbildung im Herstellungswissen für Lektoren bei Ralf Plenz, Hamburg. 1989 Gründung des Mariposa Verlages. Seit 2008 hauptberuflich im Verlagswesen.

Als Deutschlehrerin war es naheliegend, das Interesse der Schüler am Lesen und an Büchern zu wecken. Über den Unterricht hinaus leitete ich Arbeitsgemeinschaften und Leseclubs, zu denen auch Schriftsteller eingeladen wurden. Heute unterstützt der Verlag Schulen und ähnliche Einrichtungen oder Aktionen zur Leseförderung mit Bücherspenden. Außerdem spenden wir regelmäßig Bücher für Hundeveranstaltungen, z. B. für das Leubnitztaler Agilityturnier oder die Paralympixx für Hunde.

Ein Hundefan bin ich schon immer gewesen – und auch fest davon überzeugt, dass Hunde dem Menschen in vielerlei Hinsicht guttun. Mit meinem Hund Garçon betreute ich einige Jahre lang im Rahmen des Hunde-Besuchs-Programms eine Seniorengruppe im GSD Krankenheim Berlin-Schöneberg. Garçon wurde für seine Dienste als „Geprüfter Therapiehund“ mit einer Plakette ausgezeichnet (1996). Er war einer der ersten Therapiehunde Berlins.